Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Mehr als 12 Millionen Menschen haben sich bislang mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 198.546 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.
Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Trump trägt erstmals Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit (07.18 Uhr) +++ Sinkende Zahl der Corona-Antikörper dämpft Hoffnung auf Impfstoff (07.07 Uhr)
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TOP-NEWS: Trump trägt erstmals Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit
07.18 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mit einer Gesichtsmaske in der Öffentlichkeit gezeigt. Trump trug am Samstag bei einem Termin im Walter-Reed-Militärkrankenhaus nahe Washington einen dunklen Mund-Nasen-Schutz mit dem Siegel des Präsidenten.
Die USA verzeichneten unterdessen die meisten Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie an einem Tag. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstag lag die Zahl der am Vortag registrierten Neuansteckungen bei 66.627.
dpa
Trump, der sich in der Klinik mit verwundeten Veteranen traf, ging schweigend an den auf dem Krankenhausflur wartenden Reportern vorbei. "Ich bin nie gegen Masken gewesen, aber ich glaube, dass sie ihre Zeit und ihren Ort haben", hatte der Präsident kurz zuvor im Weißen Haus gesagt.
Dies sei unter anderem bei Besuchen im Krankenhaus der Fall, wenn er sich mit Patienten treffe, die gerade erst operiert worden seien. Ob Trump nun auch bei anderen Auftritten regelmäßig eine Maske tragen wird, blieb offen.
Der Präsident hatte sich bislang beharrlich geweigert, bei seinen öffentlichen Auftritten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Selbst bei einem Besuch in einer Fabrik für Atemschutzmasken im Bundesstaat Arizona Anfang Mai trug er keine Maske. Medienberichten zufolge beugte er sich nun dem Druck seiner Berater, die den Präsidenten seit Wochen dazu gedrängt hätten, die Empfehlung seiner Regierung zum Tragen von Masken umzusetzen.
TOP-NEWS: Sinkende Zahl der Corona-Antikörper dämpft Hoffnung auf Impfstoff
Sonntag, 12. Juli, 07.07 Uhr: Neue Untersuchungen von genesenen Covid-19-Patienten dämpfen die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie.
"Bei vier der neun Patienten sehen wir sinkende neutralisierende Antikörper in einem sehr speziellen Test, der nur in einem Hochsicherheitslabor erfolgen kann", sagte Wendtner. "Inwieweit dies Auswirkungen für die Langzeitimmunität und die Impfstrategien hat, ist derzeit noch spekulativ, muss aber im weiteren Verlauf kritisch beobachtet werden." Es deute aber darauf hin, dass nach durchgemachter Krankheit eine Neuansteckung möglich sei.
Dies müsse weiter beobachtet werden, sagte Wendtner. Für die Langzeitimmunität sei neben der sogenannten B-Zell-assoziierten über Antikörper gemessenen Immunität auch die sogenannte T-Zell-Immunität relevant. Wenn Patienten neutralisierende Antikörper verlören, könne diese eventuell einen Schutz geben. T-Lymphozyten können virusinfizierte Zellen gezielt abtöten, wenn sie zuvor ihren Gegner einmal kennen gelernt haben.
Wendtners Erkenntnisse reihen sich ein in Erfahrungen anderer Wissenschaftler und Studienergebnisse. Chinesische Forscher berichteten im Fachblatt "Nature Medicine", dass die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten fielen die Werte deutlich. Patienten mit wenig Symptomen hatten zudem weniger Antikörper und somit eine schwächere Immunantwort entwickelt.
"Wir sind Hygieneprofis": Prostituierte fordern auf der Reeperbahn Wiedereröffnung der Bordelle
23.21 Uhr: Es muss endlich wieder Leben in die Bordelle kommen – mit dieser Forderung sind am Samstagabend nach Polizeiangaben rund 400 Prostituierte und Bordellbetreiberinnen und -betreiber aus ganz Deutschland auf der Hamburger Reeperbahn auf die Straße gegangen. Sie hielten Plakate in die Höhe mit Aufschriften wie: "Sexarbeit darf nicht durch Corona in die Illegalität abrutschen" und "wir sind Hygieneprofis".
"Die Situation ist beschissen", schildert eine Frau, die nach eigenen Worten seit zwei Jahren in der Hamburger Herbertstraße als Prostituierte arbeitet. Ihren Namen will sie nicht nennen. Bordelle sind deutschlandweit coronabedingt seit mehr als drei Monaten geschlossen.
"Dass sich die jungen Leute in dieser Sache politisch engagieren, ist toll und es zeigt die Brisanz der Lage", sagte Johanna Weber vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen. Die Sexarbeiterinnen und -arbeiter hätten sehr lange viel Verständnis für die Corona-Beschränkungen aufgebracht, doch so langsam schwinde die Geduld. Das habe auch damit zu tun, dass in vielen Nachbarländern erotische und sexuelle Dienste bereits wieder erlaubt sind. "In der Schweiz ist Prostitution seit vier Wochen wieder erlaubt und es hat seitdem keine Corona-Fälle im Zusammenhang mit Bordell-Besuchen dort gegeben", so Weber, die seit 27 Jahren in Hamburg als Prostituierte arbeitet.
Vier Bundesländer ohne Neuinfektionen – ein Bundesland knackt Rekord
19.44 Uhr: In Deutschland sind bislang 198.546 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie aus den Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Das sind 301 mehr Fälle als noch am Freitag. Allerdings gaben Sachsen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg am Samstag keine neuen Zahlen bekannt. Vier Bundesländer blieben am Samstag ohne Neuinfektionen – Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen.
In Mecklenburg-Vorpommern war es bereits der achte Tag in Folge ohne Neuinfektionen. Damit hat das Bundesland erstmals und als einziges Bundesland überhaupt eine 7-Tage-Inzidenz von 0,0 erreicht.
9034 Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut sind rund 184.400 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, inzwischen wieder genesen. Somit sind rund 5100 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Das sind 100 weniger als noch am Freitag. Der R-Wert stieg unterdessen leicht von 0,80 auf 0,93. Er gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.
Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.
- Baden-Württemberg: 36.051 (1837 Todesfälle)
- Bayern: 49.175 (2609 Todesfälle)
- Berlin: 8636 (217 Todesfälle)
- Brandenburg: 3482 (173 Todesfälle)
- Bremen: 1692 (55 Todesfälle)
- Hamburg: 5229 (231 Todesfälle)
- Hessen: 11.122 (514 Todesfälle)
- Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
- Niedersachsen: 13.765 (644 Todesfälle)
- Nordrhein-Westfalen: 44.788 (1704 Todesfälle)
- Rheinland-Pfalz: 7149 (236 Todesfälle)
- Saarland: 2781 (174 Todesfälle)
- Sachsen: 5469 (224 Todesfälle)
- Sachsen-Anhalt: 1909 (61 Todesfälle)
- Schleswig-Holstein: 3206 (154 Todesfälle)
- Thüringen: 3288 (181 Todesfälle)
Gesamt (Stand 11.07.2020, 19.34 Uhr): 198.546 (9034 Todesfälle)
Vortag (Stand 10.07.2020, 20.29 Uhr): 198.245 (9029 Todesfälle)
Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.
Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 184.400.
Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,93 (Stand 11.07.20)
Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt
Deutsche Urlauber sorgen mit riesiger Ballermann-Party für Entsetzen
15.36 Uhr: Hunderte Urlauber aus Deutschland sollen am Ballermann auf Mallorca Party gemacht haben, ohne sich um die derzeit in Spanien geltenden Corona-Regeln zu scheren. Auf einem am Samstag veröffentlichten Video der "Mallorca Zeitung" (MZ) ist zu sehen, wie die Menschen am Freitagabend auf der berühmten "Bierstraße" im dichten Gedränge feiern, trinken und tanzen – "als gäb's kein Corona", so die "MZ". Praktisch niemand trägt dabei Maske, obwohl der von der spanischen Regierung für die Zeit der "neuen Normalität" vorgeschriebene Mindestabstand von eineinhalb Metern weder auf der Straße noch in den Lokalen einzuhalten ist.
Die Bilder schockierten die Insel. Die Szenen zeigten, so die "Mallorca Zeitung", "wie groß die Gefahr einer zweiten Corona-Welle auf Mallorca sein könnte". Viele der angetrunkenen Gäste hätten mit fremden Urlauberinnen und Urlaubern geflirtet, in größeren Gruppen getanzt und Straßenhändler umarmt. Die wenigen Menschen, die Maske trugen, seien zum Teil ausgelacht worden, berichteten Medien. dpa/Clara Margais/dpa Strand von El Arenal auf der Balearen-Insel Mallorca.
Obwohl nach dem Ende des Lockdowns einige Partys von größeren Gruppen in Kneipen und in Parks schon erste Sorgen ausgelöst hatten, hatte man eine solch große Ansammlung feiernder und trinkender Menschen auf den Balearen seit der Öffnung der Grenzen für ausländische Touristen Mitte Juni bisher nicht gesehen.
Angesichts der Nachlässigkeit einiger Bürger bei der Beachtung der Corona-Schutzregeln hatte die Regionalregierung in Palma erst am Freitag illegalen Partys den Kampf angesagt. Es wurde ein Strafenkatalog mit Bußgeldern von bis zu 600.000 Euro beschlossen; außerdem wurden verstärkte Kontrollen angekündigt. Am Freitagabend habe sich die Polizei am "Ballermann" aber nicht blicken lassen, so die "MZ".
Bundesregierung warnt vor falschem "Bundesamt für Krisenschutz"
14.58 Uhr: Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern, die sich als Vertreter eines imaginären "Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" ausgeben. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte am Samstag auf Anfrage: "Ein Unternehmen hat uns darauf aufmerksam gemacht." In der Sache werde bereits ermittelt. Sie verwies zudem auf eine Warnung vor betrügerischen E-Mails mit Bezug zu Corona-Zuschüssen für Unternehmen, die das Wirtschaftsministerium am vergangenen Mittwoch online veröffentlicht hatte. dpa Mitarbeiterinnen stehen in einem Corona-Abstrich-Zentrum
Auf der Website des erfundenen "Bundesamtes", die in ihrer Optik stark an die Internet-Auftritte der Bundesbehörden erinnert, heißt es: "Aktuell werden in mehreren deutschen Unternehmen Befragungen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Bundesamtes durchgeführt. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen an Strategien für eine nachhaltige Bewältigung der Coronakrise arbeiten." Auf der Seite findet sich auch ein Foto von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).
Altmaier nennt Kriterium für Maskenpflicht-Lockerung
08.29 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat ein Kriterium für ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel genannt: den Rückgang der täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf unter 100. "Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten wird", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag). "Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken."
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, angesichts der niedrigen Infektionszahlen im Norden Anfang August ein Ende der Maskenpflicht im Handel seines Landes zu beschließen. Er war damit auf breite Kritik gestoßen und von der Staatskanzlei seines Landes ausgebremst worden. Das Robert-Koch-Institut meldete am Samstag 378 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.
TOP-NEWS: Chef von deutscher Impfstoff-Hoffnung dämpft Hoffnung auf schnelles Corona-Ende
08.00 Uhr: Biontech ist eines von mehreren Unternehmen, die derzeit an Menschen einen möglichen Corona-Impfstoff testen. Dennoch erwartet der Chef des Unternehmens, Ugur Sahin, dass es noch zehn Jahre dauern wird, bis die Menschheit die nötige Immunität erreicht. Das sagte Sahin dem „Wall Street Journal.“
Erst müssten Sahins Meinung nach rund 90 Prozent der Menschen gegen das Virus immun sein – entweder durch einen Impfstoff oder durch eine überstandene Erkrankung. Das könne noch rund zehn Jahre dauern.
TOP-NEWS: Riesiger Ansturm auf Corona-Impfstudie
07.30 Uhr: Rund 4000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für eine Corona-Impfstudie gemeldet. "Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen", sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur.
An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Laut Kremsner sind noch keine überraschenden Nebenwirkungen aufgetreten. "Bisher ist alles im grünen Bereich", sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde.
Die zahlreichen Freiwilligen kommen nicht alle zum Zug. Insgesamt sollen 168 Probanden geimpft werden – neben Tübingen auch in Testzentren im belgischen Gent, in Hannover und München. Bei der klinischen Studie handelt es sich um eine sogenannte Phase-1-Studie. Verläuft sie erfolgreich, folgen Untersuchungen mit deutlich mehr Probanden.
USA verzeichnen mehr als 64.000 Coronavirus-Neuinfektionen
Samstag, 11. Juli, 07.26 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist weiterhin alarmierend: Binnen 24 Stunden sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Freitagabend (Ortszeit) 63.643 neue Ansteckungsfälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Toten sei um 774 auf fast 134.000 gestiegen. Erst am Donnerstag hatten die USA mit 65.551 Corona-Fällen einen Höchststand bei den täglich festgestellten Neuinfektionen verzeichnet.
Briten-Premier Johnson will striktere Maskenpflicht einführen
22.03 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Freitag eine Ausweitung der Maskenpflicht in seinem Land angedeutet. "Ich glaube wir müssen strikter dabei sein, die Menschen zum Tragen von Gesichtsschutz in geschlossenen Räumen aufzufordern, wo sich Menschen begegnen, die sonst nicht zusammenkommen", sagte der Premier in einer Online-Fragestunde mit Bürgern. Ebenfalls am Freitag zeigte sich Johnson erstmals selbst mit Maske in der Öffentlichkeit beim Besuch mehrerer Geschäfte in seinem Wahlbezirk Uxbridge.
Einen Sinneswandel vollzog der konservative Regierungschef auch mit der Empfehlung an die Briten, wieder an ihren Arbeitsplatz zu gehen. "Gehen Sie zur Arbeit, wenn Sie können", sagte Johnson. Bislang hatte der Slogan gelautet: "Arbeiten Sie von zuhause, wenn Sie können". Britische Medien interpretierten den Schritt als Zeichen für die wachsende Sorge im Regierungssitz Downing Street vor einem heftigen wirtschaftlichen Einbruch.
Bislang müssen in England Masken zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie nur in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Lange Zeit hatte sich die Regierung in London gegen eine Ausweitung der Pflicht auf Läden und andere geschlossene Räume gesträubt. Befürchtet wurde zunächst, es könne zu einer hohen Nachfrage nach der in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen knappen Schutzausrüstung kommen. Außerdem wurde gewarnt, Masken könnten durch häufiges Berühren oder ein überhöhtes Gefühl der Sicherheit sogar kontraproduktiv sein.
Großbritannien ist mit mehr als 46 500 Todesfällen bei nachweislich mit dem Virus Infizierten das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Der Regierung wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Auch bei dieser Maßnahme hinkt England vielen anderen Ländern wieder hinterher. In Schottland ist das Tragen von Masken in Läden bereits Pflicht.
TOP-NEWS: WHO-Team sucht nach Corona-Ursprung in China
21.42 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsendet auf der Suche nach dem Ursprung des neuartigen Coronavirus am Samstag ein Expertenteam nach China. Den chinesischen Behörden zufolge ging das Coronavirus von einem Wildtiermarkt in Wuhan auf den Menschen über. Immer wieder wurde aber auch ein Labor in Wuhan mit dem Ausbruch der Pandemie in Verbindung gebracht, unter anderem von US-Präsident Donald Trump.
Die USA und andere Staaten fordern seit längerem von Peking mehr Transparenz über den Ursprung der Pandemie. Die WHO hatte China seit Anfang Mai gedrängt, seine Experten ins Land einzuladen, um bei der Erforschung des Ursprungs des Coronavirus mitzuhelfen. Das Coronavirus hat sich in aller Welt ausgebreitet. Mittlerweile wurden mehr als zwölf Millionen Ansteckungen nachgewiesen, mehr als 555.000 Infizierte starben.
TOP-NEWS: 396 neue Corona-Fälle in Deutschland – ein Bundesland seit einer Woche ohne Neu-Infizierte
20.26 Uhr: Bislang sind in Deutschland 198.245 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie aus den Meldungen der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Das sind 396 mehr als am Donnerstag. Mecklenburg-Vorpommern ist bereits seit einer Woche ohne Neu-Infizierte.
Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.
- Baden-Württemberg: 36.051 (1837 Todesfälle)
- Bayern: 49.175 (2609 Todesfälle)
- Berlin: 8636 (217 Todesfälle)
- Brandenburg: 3482 (173 Todesfälle)
- Bremen: 1692 (55 Todesfälle)
- Hamburg: 5229 (231 Todesfälle)
- Hessen: 11.122 (514 Todesfälle)
- Mecklenburg-Vorpommern: 804 (20 Todesfälle)
- Niedersachsen: 13.765 (644 Todesfälle)
- Nordrhein-Westfalen: 44.788 (1704 Todesfälle)
- Rheinland-Pfalz: 7149 (236 Todesfälle)
- Saarland: 2781 (174 Todesfälle)
- Sachsen: 5469 (224 Todesfälle)
- Sachsen-Anhalt: 1909 (61 Todesfälle)
- Schleswig-Holstein: 3206 (154 Todesfälle)
- Thüringen: 3288 (181 Todesfälle)
Gesamt (Stand 11.07.2020, 19.34 Uhr): 198.546 (9034 Todesfälle)
Vortag (Stand 10.07.2020, 20.29 Uhr): 198.245 (9029 Todesfälle)
Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.
Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 184.400.
Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,93 (Stand 11.07.20)
Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt
9029 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut sind 184.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Somit sind unverändert rund 5200 Menschen in Deutschland akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert stieg wieder leicht auf 0,80.
TOP-NEWS: US-Bundesstaat verhängt nächtliches Alkoholverbot
19.57 Uhr: Angesichts eines raschen Anstiegs der Neuinfektionen mit dem Coronavirus verbietet der US-Bundesstaat South Carolina Bars, Restaurants und Clubs ab 23.00 Uhr den Verkauf von alkoholischen Getränken. Damit solle die rasche Verbreitung des Virus unter jüngeren Erwachsenen, die gerne abends in Gruppen zusammenkämen, gebremst werden, erklärte Gouverneur Henry McMaster am Freitag. Der Erlass gelte für rund 8000 Gastbetriebe und trete am Samstag in Kraft. Ausgenommen davon seien nur Verkäufe im Einzelhandel.
Verstöße gegen die Verordnung könnten den Entzug der Schanklizenz nach sich ziehen, warnte McMaster. Kritikern, die seinen Erlass als unzureichend betrachteten und weitere Maßnahmen wie eine Masken-Pflicht forderten, erteilte er eine Absage. Er empfehle das Tragen von Masken, um die Verbreitung des Virus zu bremsen, eine behördliche Anordnung sei aber nicht sinnvoll. Andere US-Bundesstaaten hatten zuletzt eine erneute Schließung von Bars und Clubs angeordnet, um Neuinfektionen dort vorzubeugen.
South Carolina, ein Staat mit nur rund 5,1 Millionen Einwohnern, hat bislang gut 50 000 bestätigte Corona-Infektionen und rund 900 Todesfälle gemeldet. Seit Mitte Juni ist die Zahl der Neuinfektionen infolge der Lockerung der Corona-Auflagen deutlich gestiegen. Seit zwei Wochen gibt es dort im Schnitt pro Tag rund 1500 Neuinfektionen.
Union will volles Stadion zum Liga-Start – und zahlt dafür allen Fans den Corona-Test
19.34 Uhr: Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin strebt zum Start der neuen Saison trotz der Coronavirus-Pandemie ein volles Stadion an. Wie der Club am Freitag mitteilte, soll es "spätestens ab dem 1. Spieltag der Saison 2020/21" eine "Vollauslastung" geben. Erreicht werden soll dieses ehrgeizige Ziel mit Hilfe von Coronatests für alle 22 012 Karteninhaber sowie alle Anwesenden vor Ort. "Zugang zum Stadion erhält man dann mit einer gültigen Eintrittskarte und einem negativen Testergebnis, das zum Zeitpunkt der Stadionschließung nicht älter als 24 Stunden sein darf", hieß es in der Mitteilung.
"Unser Stadionerlebnis funktioniert nicht mit Abstand, und wenn wir nicht singen und schreien dürfen, dann ist es nicht Union. Gleichzeitig steht die Sicherheit unserer Besucher und Mitarbeiter im Mittelpunkt unserer Überlegungen", sagte Club-Präsident Dirk Zingler in der Mitteilung. "Wir wollen bestmöglich gewährleisten, dass sich in unserem ausverkauften Stadion niemand infiziert – das gilt für Unioner und gleichermaßen auch für Gästefans." dpa/Soeren Stache/dpabild Das Stadion des 1. FC Union Berlin, Alte Försterei.
Ein solches Konzept umzusetzen, sei "eine enorme organisatorische und wirtschaftliche Herausforderung, der wir uns gerne und mit aller Kraft stellen", betonte Zingler und kündigte an, dass der Verein die Kosten für dieses Vorhaben selbst tragen will.
Aktuell werden verschiedene Möglichkeiten ausgelotet, die in ausreichender Menge zur Verfügung stehenden Testkapazitäten binnen 24 Stunden einsetzen zu können. Sobald die Rahmenbedingungen konkreter werden, will Union das Konzept den Behörden vorstellen. Zu überwinden gibt es sehr viele Hürden, so sind in der Hauptstadt aktuell noch bis 24. Oktober Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt. Der Start der neuen Bundesliga-Saison ist für den 18. September geplant.
Hersteller: Remdesivir senkt Sterberisiko bei Corona
16.55 Uhr: Es sind fantastische Zahlen, die der Hersteller des Medikament Remdesivir vermeldet. Das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf von Covid-19 soll durch das Mittel deutlich vermindert werden. Eine neue Analyse würde eine Senkung des relativen Sterberisikos um 62 Prozent zeigen, wie das US-Pharmaunternehmen Gilead am Freitag bekanntgab. Remdesivir ist das einzige in der EU zugelassene Medikament zur spezifischen Behandlung von Covid-19.
Demnach lag bei der Standardtherapie an Tag 14 nach Behandlungsbeginn die Sterblichkeit von schwer an Covid-19 erkrankten Patienten bei 12,5 Prozent. Wurden Patienten zusätzlich mit Remdesivir behandelt, starben nur 7,6 Prozent. Unter Berücksichtigung dieser Zahlen und anderer patientenbezogener Faktoren kommt Gilead dann auf das um 62 Prozent gesenkte Sterberisiko durch das Medikament.
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