Tochter (7) wegen Henna-Tattoo in Klinik – jetzt warnt Mutter eindringlich

Ein hübsches Tattoo aus Henna – die Verlockung, sich im Urlaub mit Henna bemalen zu lassen, ist groß. Aber auch gefährlich. So musste eine Siebenjährige aus Großbritannien in der Folge sogar im Krankenhaus behandelt werden.

Hübsch sehen sie aus – die Verzierungen, die mit Henna auf die Haut gemalt und in vielen Urlaubsregionen am Strand oder in Hotels Touristen angeboten werden. So erlaubte auch die Britin Kirsty Newton (37) aus England ihrer siebenjährigen Tochter, sich in der Türkei mit Henna einen Schmetterling auf den Unterarm malen zu lassen.

Nach dem Urlaub dann das böse Erwachen. Wie „RTL“ unter Berufung auf Kennedy News Media berichtet, wurde das mit schwarzer Hennafarbe circa drei Zentimeter große Tattoo plötzlich rot, juckte, brannte und blutete sogar.

Ärzte diagnostizierten schwere allergische Reaktion

Als die verzweifelte Mutter daraufhin mit der Tochter ins Krankenhaus fuhr, diagnostizierten die Ärzte eine schwere allergische Reaktion. Das Mädchen muss nun Allergietabletten einnehmen sowie die Wunde mit Steroid- und Antibiotikacremes behandeln. Ob die Haut jemals wieder richtig heilt, ist unklar. „Ich mache mir Sorgen, dass es eine lebenslange Narbe geben wird“, zitiert „RTL“ die Frau.

Auf Facebook richtet die Mutter einen Appell an alle Eltern: „Seid vorsichtig, wenn Ihr Eure Kinder Henna-Tattoos haben lasst“, warnt sie. Zuerst sei alles in Ordnung gewesen, aber nach einer Woche entwickelte das Kind eine allergische Reaktion.

Entzündungen nach Henna-Tattoos nicht selten

Henna-Tatoos sind tatsächlich nicht unbedenklich. Dass Urlauber, die sich damit bemalen lassen, danach schwere Hautentzündungen bekommen, ist keine Seltenheit. Zwar ist reines Henna ein Naturprodukt. Es handelt sich um ein Pulver, das aus den Blättern des Cyperstrauchs gewonnen wird. Doch häufig werden dem Pulver auch Chemikalien und teilweise sogar Schwermetalle beigemischt.

Schwarze Henna-Farbe enthält häufig Para-Phenylendiamin

Gerade bei den schwarzen Henna-Farben kommt häufig Para-Phenylendiamin (PPD) zum Einsatz. Es macht die Farbe dunkler und intensiver. In Europa ist das zur Färbung der Haare erlaubt, für die Haut allerdings nicht. Doch niemand kann von außen sehen, was den Farben beigemischt wurde.

Deshalb warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schon seit Jahren vor Henna-Tattoos in südeuropäischen Ländern. Denn PPD hat eine stark sensibilisierende Wirkung und kann bei erneutem Kontakt schwere Hautentzündungen auslösen. Er sei sogar genschädigend, warnt die Dermatologin Yael Adler gegenüber „RTL“.

PPD kommt auch in Textilfarben vor

Das Schlimme daran: Wer einmal dem Stoff ausgesetzt war, sollte daher lebenslänglich Produkte meiden, die PPD enthalten. Doch das ist gar nicht so einfach, denn der Stoff wird unter anderem auch bei Textilfarben eingesetzt und kommt daher unter anderem auch in Kleidung und in Lederwaren vor.

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