Das RKI meldet am Freitagmorgen 252.530 Corona-Neuinfektionen, die bundesweite Inzidenz liegt bei 1586,4 – und ist damit erneut rapide gesunken. Weitere 304 Todesfälle kamen hinzu. Lauterbach steht derzeit in der Kritik bei der vierten Impfung die Stiko übergangen zu haben. Alle News im Corona-Ticker.
News zu Corona vom 01. April 2022
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Lauterbach in der Kritik: Gesundheitspolitiker bemängeln Übergehen der Stiko bei vierter Impfung
06.27 Uhr: Gesundheitspolitiker von SPD, CDU und FDP haben Karl Lauterbach vorgeworfen, mit einer europäischen Empfehlung für die Viertimpfung ab 60 Jahren die Ständige Impfkommission (Stiko) zu umgehen. „Minister Lauterbach treibt in Brüssel die Viertimpfung voran, während er in Berlin noch auf die neue Stiko-Empfehlung wartet“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Tino Sorge, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Ständige Impfkommission sollte unabhängig entscheiden. Minister Lauterbach setzt sie jetzt ohne Not öffentlich unter Druck“, so Sorge weiter. „Das echte Problem in der Gruppe vulnerabler Menschen sind nicht die Viertimpfungen, sondern die fehlenden Erstimpfungen.“
Bernd von Jutrczenka/dpa Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, äußert sich bei einer Pressekonferenz im Bundesgesundheitsministerium zur aktuellen Corona-Lage.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, Christine Aschenberg-Dugnus, hält die Forderung Lauterbachs nach einer vierten Impfung ab 60 Jahren angesichts der Studien aus Israel zwar für nachvollziehbar. „Allerdings darf bei der Entscheidungsfindung von außen kein Druck auf die Stiko ausgeübt werden.“ Auch die SPD-Gesundheitspolitikerin Heike Baehrens sagte dem RND: „Wir sind bisher gut damit gefahren, auf den Rat der Ständigen Impfkommission zu hören.“
RKI meldet 252.530 neue Corona-Fälle – Inzidenz sinkt weiter rapide
Freitag, 01. April, 04.48 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1586,4. Am Donnerstag hatte er bei 1625,1 gelegen, vor einer Woche betrug er 1756,4. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.
Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Freitag bei 252.530 – nach 274.901 am Vortag und 296.498 Neuinfektionen vor einer Woche. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 21.357.039. IMAGO/Rüdiger Wölk
Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 304 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 129.695.
In seinem aktuellen Wochenbericht erklärt das RKI, dass der Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle "wahrscheinlich erreicht" sei. Der "Infektionsdruck" und die absolute Zahl der täglichen Corona-Toten sei allerdings weiterhin sehr hoch. Der Anteil des leichter übertragbaren Subtyps BA.2 der Coronavirus-Variante Omikron bei den Infektionen in Deutschland wuchs laut RKI auf mehr als 80 Prozent.
RKI: Gipfel der Corona-Welle wahrscheinlich erreicht
20.16 Uhr: Die derzeitige Corona-Infektionswelle könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) nun auf ihrem Höhepunkt sein. "Der Gipfel der Welle ist wahrscheinlich erreicht, der Infektionsdruck bleibt aber mit mehr als 1,5 Millionen innerhalb einer Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen weiterhin sehr hoch", schreibt das Institut in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend. Möglicherweise sei der Gipfel auch bereits überschritten. Zu der Einschätzung kommt das RKI wegen eines leichten Rückgangs der Fallzahlen im Wochenvergleich.
Der seit Wochen wachsende Anteil des Omikron-Subtyps BA.2 in einer Stichprobe ist dem Bericht zufolge weiter angestiegen: nach den jüngsten verfügbaren Daten für vorletzte Woche auf rund 81 Prozent (Woche zuvor: rund 73 Prozent). BA.2 gilt als besser übertragbar als der Subtyp von Omikron, der zuvor vorherrschte.
Bei den Altersgruppen beobachtet das RKI weiter unterschiedliche Entwicklungen: Rückläufig sei die Inzidenz im Wochenvergleich bei Jüngeren zwischen 15 und 34 Jahren, jedoch steigend bei Älteren zwischen 60 und 85 Jahren. Insbesondere Risikogruppen und hochaltrige Menschen ab 70 Jahren rief das RKI erneut dazu auf, sich mit der von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlenen zweiten Auffrischimpfung vor einer schweren Erkrankung zu schützen.
Scholz: Bei Impfpflicht läuft "Prozess einer Mehrheitsbildung"
17.10 Uhr: In der Debatte um eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland dauern nach Darstellung von Kanzler Olaf Scholz Bemühungen für eine mehrheitsfähige Lösung an. "Gut ist, dass jetzt das stattfindet, worauf die Skeptiker nicht setzen mochten, nämlich der Prozess einer Mehrheitsbildung im Deutschen Bundestag", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin. "Aber darüber macht es keinen Sinn, Wasserstandsmeldungen abzugeben – und auch nicht, welche zu kommentieren, die oft einfach nur als Gerücht entstehen und deshalb gar nicht fest genug sind, um kommentiert zu werden."
Scholz antwortete in einer Pressekonferenz mit dem österreichischen Kanzler Karl Nehammer auf eine Frage, ob er umschwenken und statt einer Impfpflicht ab 18 Jahre jetzt auch eine ab 50 unterstützen würde, um eine Mehrheit für einen der Anträge zu erreichen. Scholz sagte, er sei als Abgeordneter "Mitdiskutant" im Parlament. "Sie kennen meine Ansicht über die Notwendigkeit einer Impfnachweispflicht und Sie wissen auch, welchen Antrag ich unterstützt habe." Scholz hat den Entwurf für eine Pflicht ab 18 Jahren unterstützt.
Bericht: Keine Mehrheit im Bundestag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren
14.37 Uhr: Die Impfpflicht für alle Menschen ab 18 Jahren kommt wohl nicht. Nach "Bild"-Informationen gibt es keine Mehrheit für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren. Nun wollen die Impfpflicht-Anhänger wohl auf eine Impfpflicht ab 50 umschwenken. Demnach sollen mehrere Gesprächsrunden mit der Unionsfraktion im Bundestag ergebnislos geblieben sein. Laut "Bild"-Informationen schalte die Unionsfraktion auf Machtpolitik um. Deshalb peilen die Impfpflicht-Befürworter nun die Impfpflicht ab 50 an. Kay Nietfeld/dpa Kevin Kühnert gibt nach den Gremiensitzungen seiner Partei eine Pressekonferenz in der SPD-Parteizentrale.
Der SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hatte dem "Spiegel" gesagt, dass er einen Antrag für eine Impfpflicht für Ältere unterstütze. "Damit verfolge ich nach meiner festen Überzeugung das gleiche Ziel wie die Kolleginnen und Kollegen bei der Impfpflicht ab 18", so Kühnert und wirbt für die Impfpflicht ab 50.
Auch der Grünen-Politiker Dieter Janecek befürwortet die Impfpflicht ab 50. Zur "Bild"-Zeitung sagt er: "Omikron ist nicht Delta, insbesondere für Jüngere, deshalb ist eine Impfpflicht ab 18 nicht verhältnismäßig. Bei den Älteren ab 50 sieht die Risikoeinschätzung anders aus."
Ob nun eine Impfpflicht ab 18 oder ab 50 kommen soll, ist noch offen. Am kommenden Donnerstag soll eine Abstimmung stattfinden.
Razzia in Berlin nach möglichem Millionenbetrug mit Corona-Teststationen
13.22 Uhr: Die Berliner Polizei hat am Donnerstagmorgen im Zuge von Ermittlungen zu einem möglichen Millionenbetrug in Corona-Testzentren eine Razzia durchgeführt. Nach Recherchen der "B.Z." sollen mindestens vier Tatverdächtige mehr als 20 Teststationen im Berliner Stadtgebiet betrieben haben. Sie sollen über Monate falsche Testzahlen angegeben und abgerechnet haben.
Die Ermittler sollen unter anderem mehrere Wohnungen, Kioske und Teststationen durchsucht haben. Zwei Tatverdächtige sollen im Zuge der Razzia am Morgen festgenommen worden sein. Die Gruppe soll über elf Millionen Euro erbeutet haben.
US-Präsident Biden hat sich zum zweiten Mal boostern lassen
11.41 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat sich zum zweiten Mal gegen das Coronavirus boostern lassen. Die damit insgesamt vierte Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer wurde ihm bereits am Mittwoch verabreicht. „Es hat kein bisschen wehgetan“, sagt der 79-Jährige anschließend. Biden ruft die Bevölkerung zugleich auf, weiter wachsam gegen das Virus zu sein. „Wir sind nun in einer neuen Phase dieser Pandemie“, erklärt der Präsident. „Das bedeutet nicht, dass das Coronavirus nicht mehr existiert. Aber es bedeutet, dass es nicht länger unsere Leben kontrolliert.“ Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigt am Dienstag eine vierte Impfdosis mit den Corona-Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna für Menschen ab 50 Jahren.
Medizinische Versorgung in Shanghai steht „kurz vor dem Zusammenbruch“
08.24 Uhr: Mit den Massentests während des zweistufigen Lockdowns in Shanghai klettern die entdeckten Corona-Infektionen in der 26-Millionen-Metropole in die Höhe. Die medizinische Versorgung stehe „kurz vor dem Zusammenbruch“, zitierte die parteinahe Zeitung „Global Times“ am Donnerstag eine anonyme Quelle im nationalen Gesundheitsamt. Die Zahl der Kranken werde in den nächsten Tagen noch ansteigen. Es werde eine „sehr schwere Aufgabe für Shanghai“, die Zahl der Fälle zu drücken und die ganze Stadt bis Montag zu testen.
Die Gesundheitskommission in Peking berichtete, in Shanghai allein seien am Mittwoch rund 20 Prozent der landesweit 1800 neuen Ansteckungen und rund 80 Prozent der 6600 Fälle ohne Symptome entdeckt worden. Schwer betroffen ist weiterhin auch die nordostchinesische Provinz Jilin. China verfolgt eine strenge Null-Covid-Politik. So kommt jeder, der positiv getestet wird, in ein Krankenhaus oder in zentrale Quarantäne.
Foto: Uncredited/AP/dpa China, Shanghai: Anwohner stellen sich für Corona-Tests in einer abgesperrten Wohnsiedlung an.
Shanghais Parteichef Li Qiang sagte, die Test-Kapazitäten müssten erweitert und der Bau von Isolationseinrichtungen vorangetrieben werden. Auf dem internationalen Ausstellungsgelände in Pudong im Osten wird bald die größte Quarantäne-Einrichtung mit 15.000 Betten eröffnet. Dort sollen Kranke mit leichten Symptomen oder asymptomatische Fälle aufgenommen werden. In diesem Monat hat die Stadt schon 20.000 Covid-19-Fälle gezählt. Seit Montag gilt im Osten und Süden der Metropole für Millionen ein Lockdown, der am Freitagmorgen aufgehoben werden soll.
RKI meldet 274.901 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt weiter
Donnerstag, 31. März, 06.20 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1625,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1663,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1752,0 (Vormonat: 1171,9).
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 274.901 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 318.387 Ansteckungen.
Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg und Brandenburg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.
Jens Kalaene/dpa-Zentralbidl/dpa Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken.
Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 279 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 300 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 21.104.509 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 7,21 an (Dienstag: 7,07). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 16.546.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 129.391.
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