Corona-Umfrage: Deutsche fühlen sich vom Coronavirus weiterhin bedroht

Alle in Deutschland verhängten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden von der Mehrheit der Befragten als angemessen angesehen. Doch das Kontaktverbot büßt an Akzeptanz ein.

Es wird „nur noch von 77 Prozent der Befragten befürwortet – ein Rückgang von 15 Prozentpunkten im Vergleich zur ersten Erhebung“, heißt es in der Pressemitteilung des BfR.

Werden die Deutschen nun leichtsinnig?

Offenbar glauben mittlerweile nur noch 24 Prozent daran, eine Ansteckung selbst kontrollieren zu können. Die Woche davor waren es noch 39 Prozent. Steht als Folge dessen zu befürchten, dass die Menschen sich weniger an die Maßnahmen halten?

BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel glaubt dies nicht: „Das Coronavirus wird von der Bevölkerung nach wie vor als ernstzunehmende Bedrohung für die eigene Gesundheit angesehen“, kommentiert er die neusten Zahlen.

Persönliche Auswirkungen halten 31 Prozent für wahrscheinlich – ein Zuwachs von sieben Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Altersgruppe 60 plus hält Corona sogar für annähernd so verheerend für die eigene Gesundheit wie Krebs. Und auch ein Rückgang der aktiv ergriffenen Schutzmaßnahmen ist nicht festzustellen.

Hände waschen und Abstand halten weiter besonders wichtig

Von wachsendem Leichtsinn kann nicht die Rede sein. Haben Ende März 32 Prozent gar keine Maßnahmen ergriffen, sind es nun nur noch 22 Prozent.

Die verhängteMaskenpflicht als Maßnahme zur Eindämmung des Virus finden indes 83 Prozent angemessen und seit der letzten Befragung geben nur drei Prozent weniger an, die Öffentlichkeit zu meiden.

Der Anteil derer, die zum Schutz auf die Händewaschhygiene achten, ist in etwa konstant geblieben: Er liegt bei 15 Prozent. Ebenso gaben 15 Prozent an, Abstand zu anderen halten, um sich oder ihre Familie zu schützen.

Social Distancing und Händewaschen werden von Experten als sehr wichtig eingestuft. Die Umfrage zeigt, dass diese zwei Maßnahmen bei den Schutzmaßnahmen mit 15 Prozent aber deutlich unterrepräsentiert sind. Zum Vergleich: 44 Prozent der Befragten gaben an, die Öffentlichkeit zu meiden. 36 Prozent tragen laut Umfrage Schutzkleidung.

Lediglich 13 Prozent gaben an, dass sie Desinfektionsmittel benutzen.

Quelle

  • Bundesinstitut für Risikobewertung: Pressemitteilung „Coronavirus: Sorge um Gesundheit und Wirtschaft“, zuletzt abgerufen am 04.05.2020 https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2020/14/coronavirus__sorge_um_gesundheit_und_wirtschaft-245064.html

Kimberly Papenthin

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