Plätzchen, leckerer Braten, hier und da ein Glühwein – sobald der Dezember und damit die Vorweihnachtszeit startet, lauern überall süße Versuchungen.
Da wird zwischendurch natürlich gerne geschlemmt und genascht; wäre ja auch schade, sich all die Leckereien zu verbieten.
Das böse Erwachen erfolgt meist erst im neuen Jahr, wenn die guten Vorsätze starten und man sich voller Tatendrang auf die Waage stellt. Viele Menschen legen über die Weihnachtszeit an Gewicht zu.
Von Jahr zu Jahr mehr auf den Hüften
Das Tückische daran: In den meisten Fällen bleiben die Extrakilos auch in den nächsten Monaten auf den Hüften. Jahr für Jahr steigt auf diese Weise das Gewicht an. Doch das muss nicht sein.
Wieeine Studie aus den USA zeigt, ist es möglich, das aktuelle Gewicht auch im Dezember zu halten, ohne sich das leckere Festessen gänzlich verbieten zu müssen.
Das Zauberwort dabei lautet Intervallfasten. Beim Intervallfasten – auch Intermittierendes Fasten oder Teilzeitfasten genannt – wechseln sich Phasen, in denen man normal isst, mit Phasen des kompletten Verzichts ab.
Diese Art zu essen soll es möglich machen, von vielen Vorteilen des Fastens zu profitieren, ohne dass dabei Heißhunger oder Schwächegefühle aufkommen.
Intervallfasten an Weihnachten: Zwei Tage Kalorien reduzieren
An der Studie nahmen 22 gesunde, jedoch übergewichtige Erwachsene teil. Zehn von ihnen wurden der Diätgruppe zugeteilt, die anderen zwölf Personen bildeten die Kontrollgruppe.
In der Zeit von Mitte November bis zum 03. Januar des nächsten Jahres sollte die Diätgruppe an zwei Tagen der Woche fasten und dabei nicht mehr als 730 Kalorien täglich zu sich nehmen. Zur Unterstützung erhielten sie an diesen Tagen Shakes und Supplements.
Die restlichen fünf Tage der Woche durften die Probanden essenstechnisch wie gewohnt gestalten.
Weniger Gewicht, bessere Blutwerte dank Intervallfasten
Die Ergebnisse sind eindeutig: In der Versuchszeit hatte sich das durchschnittliche Gewicht der Diätgruppe von 76,3 Kilogram auf 75 Kilo reduziert. Die Probanden in der Kontrollgruppe hatten hingegen weder zu- noch abgenommen.
Doch nicht nur das Gewicht auf der Waage verbesserte sich in dem Versuchszeitraum.
Die Wissenschaftler verzeichneten zudem, dass die Blutfette bei den Probanden der Fastengruppe besser wurden. Der Wert des“guten“ HDL-Cholesterins war angestiegen, während der Wert des Nahrunsgfettes Triglyceride gesunken war.
Bei der Kontrollgruppe sah dies ganz anders aus: Hier hatten sich Insulinwerte, das „schlechte“ Cholesterin sowie das Gesamtcholesterin verschlechtert.
Keine Reue im Neujahr
Auch wenn es vielleicht nicht ganz so leicht erscheinen mag, während der Weihnachtszeit für zwei Tage der Woche zu fasten, zogen beinahe alle Probanden die Diät bis zum Ende konsequent durch.
Einen Versuch ist das Intervallfasten also auf jeden Fall wert: Schließlich schränkt es das Schlemmen nur zu einem geringen Teil ein und erspart die Reue im Neujahr.
Außerdem erfreut sich nicht nur die Figur über die eingeschränkte Essensaufnahme, sondern die Gesundheit im Ganzen profitiert.
So funktioniert Intervallfasten
Beim Intervallfasten können verschiedene Methoden angewandt werden:
16 zu 8, 10 in 2, 5 zu 2 – hinter diesen Begriffen verbergen sich keine komplizierten Berechnungsformeln, sondern damit sind die unterschiedlichen Methoden gemeint, die es beim Intervallfasten gibt.
-
5:2-Methode
An fünf Tagen darf man das essen, worauf man Lust hat – und an zwei Tagen fasten, wobei eine geringe Nahrungsmenge erlaubt ist. Frauen dürfen bis zu 500 kcal zu sich nehmen, Männer bis zu 600 kcal, zum Beispiel in Form von Gemüse, Früchten oder Suppe.
16:8 – 8 Stunden essen, 16 Stunden fasten
In jedem 24-Stunden-Intervall darf man innerhalb eines 8-Stunden-Abschnitts essen, in den restlichen 16 Stunden nicht. Das heißt, man muss seine Mahlzeiten anders timen. Normalerweise würde man etwa um 20 Uhr zu Abend essen, und vielleicht schon um 7 Uhr wieder frühstücken.Beim 16:8-Prinzip versucht man, die Essenspause auf 16 Stunden auszudehnen. Das heißt: früher zu Abend essen und später frühstücken. Empfehlenswert sind drei gesunde, ausgewogene Mahlzeiten.
Bei dieser Methode wird an nur einem Tag pro Woche gefastet. Das Augenmerk liegt an diesem Tag auf viel Flüssigkeit (mindestens drei Liter) und Fatburner-Drinks.
Zum Beispiel: 1 TL Apfelessig und 1 TL Honig in einem Glas Wasser. Oder: der Saft von einer halben Zitrone in einem Glas Wasser. Die Drinks dämpfen den Hunger und regen den Stoffwechsel an. Erlaubt sind auch verdünnte Säfte, Molke und fettfreie Brühe. Auf Kaffee, Alkohol und kalorienhaltige Getränke muss verzichtet werden.
An den restlichen sechs Tagen der Woche isst man wie gewohnt – möglichst abwechslungsreich und kalorienbewusst. Es empfiehlt sich, am Abend vor dem Fastentag nichts Schweres zu essen. So kann sich der Körper auf den Diättag einstimmen.
Quelle
- Hirsh, S., et al. (2019): Avoiding holiday seasonal weight gain with nutrient-supported intermittent energy restriction: a pilot study, abgerufen am 07.12.2020 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6436006/
Cornelia Bertram
*Der Beitrag „Gewicht halten in den Feiertagen: Wie Intervallfasten Weihnachtskilos vorbeugen kann“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.
Quelle: Den ganzen Artikel lesen